Notizen und Gedanken

LOMI MACHT SCHÖN!

Schon so lange habe ich nichts mehr geschrieben auf dieser Seite... - es gibt Zeiten, da fällt mir doch nicht so viel ein.

Diana und Uwe aus Berlin (Lomi-Akademie) hatten vor ein paar Wochen einen Artikel auf facebook, sie zeigen Bilder von einem Lomi-Seminar. Diana sieht so glücklich, fröhlich und zufrieden aus, daß ich das unbedingt mitteilen musste.

Ich weiß nicht, wie ICH nach einer Lomi-Massage aussehe. Ich meine, nach einer, die ich BEKOMMEN habe. Ich weiß, wie ich mich fühle, wenn ich eine gegeben habe. Und ich kann sagen, wie ich mich fühle:
glücklich, fröhlich, zufrieden, bei mir, vollkommen eins mit mir und der Welt. Es gibt wahrscheinlich nicht allzuviel solche Momente – längere Momente, die tatsächlich auch mal mehr als eine Stunde anhalten! - in denen ich mich so fühle. Irgendwann habe ich irgendwem mal gesagt, ich würde mich fühlen wie eine Katze, die am Sahnetopf war. Vielleicht gefällt dieses Bild?

Kürzlich habe ich mich mit einer Ehrenamtlichen, die ab und zu für den Förderverein arbeiten möchte, unterhalten. Sie unterrichtet Yoga, und sie fragte mich, ob ich die Lomi auch bei den Eltern anbiete.
Das mache ich nicht. Immer mal wieder denke ich drüber nach. Und ich weiß auch, was mich davon abhält: Eltern in Situationen, in denen ich sie kennenlerne, sind extrem dünnhäutig. Sehr sensibel. Sicher könnte da eine Lomi Gutes bewirken. Ich denke aber, daß die meisten von ihrer Dünnhäutigkeit wissen und sich sicherheitshalber eine „Rüstung“ zulegen. Zumindest, wenn sie mit „Fremden“ zu tun haben. Je nach Krankheitszustand des Kindes oder persönlicher Verfassung kriegt diese Rüstung sowieso immer mal wieder Risse.


Die Lomi ist nicht nur eine Wellnessmassage. Sie geht wirklich tiefer - wenn man das zulassen will und kann. Sehr persönliche Gedanken und Gefühle können hochgespült werden.
Und das ist der Grund, weshalb ich die Lomi nicht direkt anbiete. Wenn jemand auf mich zukommt, dann gerne.

April 2011

" Die Eintrittkarte zum Paradies des Lebens ist Deine Hingabe und Offenheit für die Welt und für alles, das Du erfährst. Wenn Du mit Deinem vollständigen Sein und mit jeder Zelle Deines Körpers verwirklichst, dass Du wirklich nichts benötigst, um glücklich und erfüllt zu leben und dass auch nichts Dich daran hindern kann, glücklich und erfüllt zu leben, wirst Du im Bruchteil einer Sekunde die weit geöffneten Wege zu den Gärten des Glücks finden. Nils Kreidner

Letzten Samstag kam ich zurück vom belgischen Vipassanazentrum. Einmal im Jahr 10 Tage Schweigen – das ist zwischenzeitlich nicht „Gewohhheit“, sondern es gehört für mich dazu. 10 Tage „weg von der Welt da draußen“. Keine Informationen erreichen mich. Kein Telefon, keine sms, keine mail, kein Radio, kein Fernsehen… Zusammen mit den Mitmeditierenden, manchmal sind es gut 90 Personen, aber ohne Blickkontakt, ohne miteinander zu sprechen… das bringt mich immer sehr zu mir selbst. Obwohl es dieses Mal ein bisschen anders war. Zwei Tage vor Seminarbeginn wurde ich gefragt, ob ich denn Service machen wolle. Das hatte ich zwar schon vor zwei Jahren mal angedacht, aber nie getan. Und der Anruf aus Belgien war für mich dann das Zeichen, dass die Zeit dafür wohl reif sei. Daß es dann kein komplettes Schweigeseminar war liegt daran, dass ich zum Küchendienst kam, und kochen für 93 Menschen ohne ein bisschen Sprechen funktioniert nur sehr schlecht.
Im „Leitfaden für die Praxis“ steht: „… alle, die helfen, geben ihren Dienst, ohne etwas dafür als Gegenleistung zu bekommen. Mit ihrem Dienst helfen sie anderen und helfen gleichzeitig auch sich selbst, den eigenen Egozentrismus abzubauen, die Technik tiefer zu verstehen und auf dieses Weise auf dem Weg voranzukommen..“

Als ich das erste Mal darüber nachgedacht hatte, einen Kurs mit Service zu machen, sagte ich „die sagen das ja nur, damit sie Leute zum Arbeiten haben“. Jetzt, nach diesem Kurs, sehe ich es tatsächlich anders. Es IST harte Arbeit! In einem „normalen“ Kurs komme ich auf eine völlig andere Art zu mir selbst. Während eines Servicekurses schwirrt so viel anderes mit durchs Hirn: ist alles vorbereitet, haben wir etwas vergessen, hab ich die Milch für morgen bestellt, ist genug Brot da …. Der ganz normale Kleinkram, der in jedem Haushalt anfällt. Trotzdem muss ich nach diesen 10 Tagen mit seelischem Auf und Ab feststellen, dass auch diesmal wieder wesentliche Dinge geschehen sind: viel mehr Verständnis für die „Dinge dahinter“. Viel mehr Wertschätzung für die Arbeit von Menschen, die dafür sorgen, dass die Meditierenden nicht gestört werden durch Alltagsdinge, dass sie auf sich selbst bezogen bleiben können. Und während der Pflichtsitzungen sehr viele Überlegungen mich selbst betreffend, sehr viele Tränen (was in den bisherigen Kursen nie geschehen ist), und vielleicht als Essenz sehr viel mehr Verständnis für die Situation, in der Menschen stecken, die ich sehr liebe. Für meine Situation auch. Auch mehr Gelassenheit und „den Dingen ihren Lauf lassen“ – ohne Gleichgültigkeit. Vielleicht auch mehr Liebe? Erkenntnis, dass ich mich selbst in den letzten Jahren sehr verändert habe. Daß ich die Liebe meiner Freunde ganz anders schätze, als etwas ganz Besonderes annehmen kann.

Es gäbe noch so viel mehr, es sind die kleinen Dinge – und ich weiß, dass es MEINE „Erkenntnisse“ sind, die ich nicht auf Andere übertragen kann.