Mai 2017


… endlich mal wieder ein Bericht, und dazu noch mit sehr aktuellem Bezug.

Ich weiß nicht, ob „Behandler“ generell selbst so wenig behandelt werden, sprich, ob man speziell als Lomi-MasseurIn selbst wenig Lomis bekommt. Liegt es an mangelnder Gelegenheit? Liegt es am Anspruch? Oder daran, daß man während einer Massage immer im übertragenen Sinn „ein Auge offen“ hat falls man einen Griff oder eine Berührung spürt, die einfach ins eigene Programm aufgenommen gehören würde???

Meine letzte Lomi hatte ich bei einem Seminar erhalten. Und das ist leider auch wieder lange her. Ein Massagegast von mir hat mir vor schon längerer Zeit von einer Sauna in Freiburg erzählt, wo er sich eine Lomi „aber anders als deine“ hat geben lassen.
Und weil Freiburg ein schönes Städtchen ist, weil man da einfach auch so mal hin“rutschen“ kann, und weil Freiburg mit oder ohne Massage wunderbar wohltuend ist, habe ich einen Tagesausflug mit Massage und Sauna verbunden.

Die Massage heißt zwar nicht Lomi (Die „Lomifrau“ ist momentan in Thailand. Oder so), aber wenn schon „Hawaii“ im Titel der Massage ist kann es ja so falsch nicht sein.
„Hawaii´an healing massage“ habe ich gebucht, und zuvor 2 Stunden Sauna.
Dummerweise hatte ich nach der Buchung die Bewertungen bei google gelesen, und die waren gemischt. Sehr positiv, sehr negativ, und vom „Charme der späten siebziger“ wurde gesprochen. Das mit dem späten Charme kann ich bestätigen. Sonst? So what? Und alles andere? Wunderbar.

In einem Park gelegen, mitten zwischen Vogelgezwitscher und gestern nachmittag auch mit warmem Frühlingsregen, war es für mich Entspannung pur. Nachmittags konnte ich alle 5 Saunen allein haben, weil die anderen 5 Gäste sich auch schön verteilt hatten. Im Freibecken aufgeheizt eintauchen. Im Liegeraum mit dem Geplätscher von Brunnen und Regen wegdriften.

Und dann wars Zeit für meine Massage. Ganz anders als meine. Aber schon nach wenigen Minuten konnte ich mich den liebevollen und erfahrenen Händen von Gabriele hingeben. Ich habe sofort gespürt, mit wie viel Hingabe und Seele sie „arbeitet“. Und deshalb konnte ich auch abschalten, und zwar sofort. Volles Vertrauen, Fallenlassen, Hingeben, Geniessen.
Keine Aufmerksamkeit dafür, was ich denn in meine Massage einbauen könnte. Einfach nur sein. Das Geräusch der Regentropfen auf dem Dach. Das Vogelgezwitscher. Die Wärme. Aufgehobensein. Es ist „eigentlich“ ganz einfach, etwas Schönes anzunehmen.

Als wir uns hinterher ein bisschen unterhalten haben (wir waren uns vor der Massage ja noch nie begegnet) wurde deutlich, daß es für mich genau dasselbe ist wie für Gabriele. Liebevoller Austausch. Als Massierender merkt man hinterher körperlich, dass man „was getan hat“. Aber man ist energetisch aufgepowert. Sowohl als Gebender als auch als Nehmender. Aber: wenn der Masseur, die Masseurin, mit dem Herzen voll dabei ist... das spürt jeder, der sich zu einer Lomi „hinlegt“. Und das nimmt er mit – wie ich gestern. Diese Massage wird noch lange nachklingen, und es wird keine einmalige Sache sein. Das ist für mich mal sicher.