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Glück, Glück, Glück….

Eben habe ich einen Artikel gelesen mit dem Titel „Das Leben ist der beste Lehrer“. Und irgendwie hat der mich spontan angesprochen.
Erst kürzlich haben wir uns darüber unterhalten, was GLÜCK sei. Wie Glück stattfindet. Wie man Glück empfindet und merkt, dass man glücklich ist. Und vor allem, wie lange so was andauert.

Für mich – ich bin wirklich kein Pessimist! – ist Glück niemals von Dauer. Glück findet in Momenten statt. Dieser Moment fühlt sich absolut an. Da schlagen Wellen in meinem Bauch. Und es ist egal, ob ich in diesem Moment an einen geliebten Menschen denke, ob ich den ersten Vogel am Morgen zwitschern höre, ob ich im Sonnenschein per Fahrrad in die Stadt fahre und empfinde, wie schön die Welt hier in diesem Moment ist. Oder ob ich mit Freunden eine Wanderung mache und irgendwie feststelle, empfinde, dass alles rund und gut ist. Dass ich mich wohl fühle. Dass es jetzt, im Moment, besser nicht sein könnte.
Es gibt so viele kleine Momente, die erst zu besonderen Momenten werden, auch zu Glücksmomenten, wenn wir bereit und fähig sind, sie zu sehen, innezuhalten und sie zu bemerken. Und zu genießen! DAS ist das wichtigste daran. Denke ich. Genau diese Momente nicht in all die anderen Momente fließen zu lassen, die sich so alltäglich anfühlen. Es kann gut sein, dass mir manchmal „vor Glück“ die Tränen kommen.

Ich habe mich mal mit einem jungen Menschen unterhalten, der meinte, das mit dem Glück sei ja alles nicht verlässlich. Ist es das? Ich denke, ohne die kleineren, mittleren und vielleicht auch großen Tiefs wären wir ja gar nicht in der Lage, Glücksmomente überhaupt zu erkennen. Und all das gehört doch wohl auch zum Leben. Hochs und Tiefs, Freude und Leid, - alle dieses Gegensätzlichkeiten SIND DAS LEBEN!
Leben gibt uns die Chance, uns selbst kennenzulernen – dieser Satz steht auch in dem genannten Artikel. Und jetzt, im Moment, fällt mir ein Gedicht von Bertold Brecht ein, das (mir) sehr gut zeigt, wie man Glücksmomente „finden“ kann – es sind immer die kleinen Dinge:

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen
Das wiedergefundene Buch
Begeisterte Gesichter
Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten
Die Zeitung
Der Hund
Die Dialektik
Duschen, Schwimmen
Alte Musik
Bequeme Schuhe
Begreifen
Neue Musik
Schreiben, Pflanzen
Reisen
Singen
Freundlich sein