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Ich glaube, so langsam wird es mal wieder Zeit für einen Eintrag auf dieser Seite.
Viel ist geschehen seit dem letzten Mal.
Persönliche Veränderungen, geschäftliche Veränderungen, und Veränderungen in der „Welt da draußen“.

In der letzten Woche konnte man überall vom Tod von Steve Jobs lesen. Ich glaube, seine Rede habe ich entweder in einem Blog oder auf dieser Seite vor zwei/drei Jahren schon erwähnt. Nicht, dass ich sie selber im Internet gefunden hätte – durch den Beitrag von irgend jemand kam ich drauf und ich habe sie mir angehört. Damals genau so wie heute hatte ich eine Gänsehaut. Und heute kommen Tränen dazu.
Die haben, glaube ich, nicht mit Trauer zu tun. Vielleicht eher mit Weichheit und Erkennen?
Oder damit, dass ich älter geworden bin und Dinge anders betrachte? Damit, dass sich meine Gefühle in einer Art ändern, wie ich es bisher nicht kannte?
Damit, dass ich eine kleine Enkeltochter habe und feststelle, wie sehr ich dieses Kind liebe, wie anders diese Empfindungen sind als sie es waren, als meine Kinder so alt waren? – Und ich denke doch, dass ich meine Kinder geliebt habe und liebe.
Oder vielleicht auch damit, dass ich in meiner neuen Arbeit ständig Eltern erlebe, die täglich mehrfach zwischen Hoffen und Bangen hängen? Die erleben, wie von einer Stunde zur anderen gute Aussichten kippen können. Die unter heftigen Belastungen stehen, weil ihre Kinder schwer krank sind.

DEN EINEN Verursacher von Weichheit und Tränen kann ich nicht ausmachen, ich denke aber, das ist auch nicht nötig. Wäre auch nicht richtig. Es spielen viele Faktoren zusammen – und ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich diese Gefühle haben und leben kann.
Und vor allem bin ich auch dankbar dafür, dass es Menschen gibt, mit denen ich dies teilen kann.

Und nun kann ich es nicht lassen - einer der wichtigen Sätze aus dieser berühmten Steve-Jobs-Rede für mich ist folgender:

„Deine Zeit ist begrenzt, also verbrauche sie nicht, um das Leben anderer zu leben.“